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Status quo Kundenmagazine – 3 Fragen und Fakten

Ist es nicht anachronistisch in Zeiten der Digitalisierung ein Print-Kundenmagazin zu produzieren?

Nein! Auf keinen Fall. Ein Print-Magazin hat sehr viele Vorteile. Gerade angesichts der immer schnelleren und digitaleren Welt bietet ein gedrucktes Magazin eine Art Abgeschlossenheit. Mit einem Magazin beschäftigten wir uns in Ruhe. Es findet eine Fokussierung auf die Inhalte statt, während digitale Devices sehr ablenkend sein können, durch andere Inhalte, Verlinkungen, Pop-Ups, einkommende Messages usw. Im Netz sind wir aktiv auf der Suche und in einer sogenannten „Lean-Forward“-Situation mit dem teils gestressten Gefühl beim nächsten Klick finde ich den besseren Content. Bei Print ist quasi das Gegenteil der Fall, wir befinden uns in einer „Lean-Back“-Phase: Wir können die Inhalte viel intensiver (ruhiger) verarbeiten und vertrauen dem Titel und dem Team dahinter. Wir lassen uns inspirieren.

Wie haben sich Kundenmagazine im Laufe der letzten Jahre entwickelt?

Die Zeiten, wo Kundenmagazine versteckte Verkaufsprospekte mit mehr oder weniger relevantem Lesestoff auf möglichst günstigem Papier waren, sind vorbei. Mittlerweile haben Kunden- und Mitarbeitermagazine eine Qualität erreicht, die es mit den Hochglanzmagazinen im Kiosk locker aufnehmen kann. Redaktionell hochwertiger Inhalt trifft dabei auf aufwendige Layouts, ansprechende Grafiken und Papier, das sich nach Wertschätzung anfühlt. Und genau darum geht es beim gedruckten Medium.

Die Rechnung ist einfach: Je hochwertiger das Produkt, je mehr Lesestoff gut aufbereitet wird, umso länger beschäftigen sich Kunden damit. Jede Sekunde mehr zahlt auf das Konto des Unternehmens ein. Wir sprechen hier auch von „Branding auf dem Küchentisch.“

Was sollte man auf jeden Fall beachten?

Es geht nicht ums Unternehmen!

Punkt 1: Mit Schwerpunktthemen zu arbeiten, die auf den ersten Blick nicht viel mit dem Unternehmen selbst zu tun haben, klingt ungewöhnlich. Wenn wir uns aber umso mehr mit den Interessen des Lesers beschäftigen, kann das Unternehmen Stellung beziehen zu Themen wie Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Zukunft, Trends usw.

Punkt 2: Der Leser sollte nicht auf den ersten Blick erkennen, welches Unternehmen hinter dem Magazin steht. Auch das klingt ungewöhnlich. Aber prangt das Logo groß im Titel kann durchaus der Eindruck entstehen „das ist ja nur Werbung“ und wird nicht in die Hand genommen. Hier gilt es: Neugierde und Interesse zu wecken, somit entsteht eine viel tiefere Kundenbindung. Vergleich gefällig?: Siehe nächste Seite Unternehmensbroschüre vs. Kundenmagazin.